Weiterbildung
Akupunktur und chinesische Medizin in der Hebammenarbeit

Mehrteilige Weiterbildung für Hebammen und geburtshilfliche Teams

Diese fünfteilige Weiterbildung gibt eine Einführung in die Chinesische Medizin als ganzheitliches System mit der Akupunktur als Teilgebiet. Versierte Dozentinnen unterrichten Sie in persönlicher Atmosphäre in kleinen Gruppen von maximal sechzehn Hebammen.

Inhalte

  • Theorie der Chinesischen Medizin (CM)
  • Kontraindikationen und Grenzen der CM
  • Abgrenzung Physiologie/Pathologie/Notfälle
  • Yin und Yang
  • Die fünf Wandlungsphasen
  • Diagnostik in der CM
  • Physiologie und Pathologie der Substanzen
  • Ausgewählte Funktionskreissyndrome Akupunkturpunkte
  • Meridianlehre: das Leitbahn-System
  • Spezifische Punkte  und Punktekategorien
  • Praxis: Lokalisation der Punkte, Nadeltechniken, Moxibustion
  • Begleitende therapeutische Maßnahmen (Ernährung, Qi Gong, Akupressur)
  • Prophylaxen (Geburtsvorbereitende Akupunktur)
  • Notfälle
  • Dokumentation und Forensik
  • Indikationen für die Hebammenarbeit
  • Schriftliche, mündliche und praktische Prüfung

Diese Weiterbildung entspricht den aktuellen Empfehlungen des DHV für die Ausbildung von Hebammen in Akupunktur und Chinesischer Medizin (2005).

Diese Weiterbildung wurde am 30.12.2015 vom Gesundheitsamt Minden im Sinne der Fortbildungspflicht (§2 Abs. 1 der HebBO in NRW) mit 100 U-Std. inkl. 20 Notfallstunden anerkannt.

Ihre Dozent:innen

Information zur Möglichkeit der Abrechnung von Akupunktur im Rahmen der Hebammentätigkeit

Für die Anwendung der Akupunktur ist eine entsprechende Grundqualifikation wie die hier angebotene zertifizierte Weiterbildung und regelmäßige Nachschulungen notwendig.
Akupunktur stellt jedoch bislang KEINE Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung dar, wie Hilfe bei Beschwerden oder Wehen (Position 0500 bis 0512 der Hebammengebührenverordnung). Sie kann bei konkreten Schwangerschaftsbeschwerden nach individueller Rücksprache mit der Krankenkasse aber dennoch übernommen werden.
Zahlt die Kasse hier nicht oder nichts dazu, ist die Leistung eine Individuelle Gesundheitsleistung (IgeL) und muss der behandelnden Hebamme privat vergütet werden.
Die Hebamme kann jedoch vor, während oder nach der Leistungserbringung nach den Nummern 0500 bis 0512 akupunktieren und dafür eine gesonderte Vergütung vereinbaren, solange dies die Dauer der versicherten Leistung nicht beeinflusst.

(Vergl. hierzu auch den Artikel von A.-O. Hirschmüller für den DHV, Hebammenforum 10/2016, S. 1121)

Externe Fortbildungen

Dieses Thema ist auch bestens geeignet für die Schulung eines ganzen Teams, z.B. einer geburtshilflichen Abteilung, einer Praxis oder eines Geburtshauses.
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