Gebärhaltungen und Bewegung und der Einsatz bei protrahierten Geburten und Dystokien

Zwei Fortbildungen für Hebammen, ÄrztInnen und geburtshilfliche Teams

Hebammen nutzen seit jeher Bewegung und verschiedene Gebärhaltungen, wenn die Geburt Unterstützung braucht. Die theoretischen Grundlagen und wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre dienen als solide Grundlage, um anhand praktischer Körpererfahrung die Auswirkungen verschiedener Haltungen und Bewegungen nachzuvollziehen. So Erfahrenes kann besser im Hebammenalltag genutzt werden. Schließlich wird verständlicher, warum bestimmte Haltungen und Details in verschiedenen Positionen und Bewegungen der Frau die Geburt fördern und protrahierte Verläufe besser unterstützen können.

Endlich werden auch im deutschsprachigen Raum die Geburtsphasen deutlich differenzierter betrachtet als bisher. Die neue Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin (AWMF 2020) erkennt nun an, dass es eine Latenzphase und eine passive Austrittsphase gibt - und dass alle Phasen deutlich mehr Zeit zugestanden werden muss als bisher. Mit aktuellem Wissen und realistischeren Annahmen von der Dauer der einzelnen Geburtsphasen können wir die Physiologie von tatsächlichen Dystokien klarer unterscheiden und ein Übermaß an Interventionen vermeiden.

Gebärhaltungen und Bewegung während der Geburt

  • Wirkungsweise von Haltungen und Bewegungen
  • Bedeutung des Körperaufbaus und der Körperspannung für die Geburt
  • Anregungen für die Geburtsvorbereitung
  • Anwendung in der praktischen Geburtshilfe
  • Motiviation und Anleitung von Gebärenden und deren Begleitperson(en).
4 U-Std.

Geburtsphasen, protrahierte Geburten und Dystokien

  • Aktuelle Definition und physiologische Zeiten der Geburtsphasen
  • Aktuelle Definition der protrahierten Geburt und der Dystokie
  • Faktoren, die die Geburtslänge beeinflussen
  • Wie können protrahierte Geburten vermieden oder der Geburtsfortschritt effektiv unterstützt werden
  • Abgrenzung langsamer Verläufe von manifesten Dystokien
  • Handlungsmöglichkeiten bei manifesten Dystokien
  • Vorgaben der S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin zu Dystokien
6 Notfallstd.

Diese beiden Fortbildungen setzen ein aktuelles umfangreiches Wissen über die anatomischen Strukturen und funktionellen Zusammenhänge im Körper der Frau voraus.

Falls Sie die Fortbildung "Anatomie und Physiologie der Geburt" noch nicht besucht haben, raten wir dazu, diese vorher zu belegen.

Ihre Dozentin

  • Tara Franke
    (Hebamme, Sexualpädagogin, Wissenschaftsjournalistin)

Die Anerkennung im Sinne der Fortbildungspflicht (§2 Abs. 1 der HebBO in NRW) wurde beantragt.

Tipp!
Weiterbildung: Geburt neu verstehen

Diese Fortbildung ist auch ein Teil der zertifizierten und evidenzbasierten Weiterbildung "Geburt neu verstehen".
Stellen Sie sich diese selbst an beliebigen Terminen zusammen oder besuchen Sie eines unserer günstigen Kompakt-Seminare zu diesem Thema.

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