Kommunikation und Beratung in der Hebammenarbeit

Die Beratung und Aufklärung der werdenden oder frischen Eltern ist eine zentrale Aufgabe in der Arbeit der Hebamme. Aber die Wünsche und Bedürfnisse an eine Betreuung und Beratung sind individuell verschieden. Hebammen stehen stets vor dem Balanceakt, einerseits über die wichtigsten Interventionen und Wahlmöglichkeiten aufzuklären, andererseits aber die zu Beratenden nicht mit Informationen zu überfrachten oder sogar Ängste auszulösen, die diese bisher noch gar nicht hatten. Wie kann die beratende Hebammen klären, was die werdenden Eltern von ihr brauchen? Welche Rolle und welches Betreuungsmodell passen zur jeweiligen Frau oder dem Elternpaar? Was ist eine informierte Entscheidung - und was eine informierte Zustimmung? Und haben die KlientInnen auch ein Recht auf Nicht-Information?
Die innere Haltung und die Wortwahl sind wichtige Instrumente gelingender Kommunikation. Es wird daher eine Einführung in das Konzept der einfühlsamen Kommunikation (in Anlehnung an das Konzept der gewaltfreien Kommunikation von M. Rosenberg) angeboten, die auf strukturierte Weise an das Wissen der werdenden Eltern anknüpfen und ihnen dabei helfen kann, ihre eigenen Bedürfnisse besser zu erkennen und mögliche Strategien oder Antworten zu entwickeln. Und als Hebamme dabei nicht mehr zu arbeiten, als die KlientInnen selbst.

Inhalte

  • Betreuungsmodelle kennen und bewusst auswählen
  • Auftrag und Verantwortlichkeit klären
  • Informierte Entscheidung, informierte Zustimmung
  • Grundlagen der professionellen Gesprächsführung
  • das Konzept der einfühlsamen Kommunikation (in Anlehnung an das Konzept der gewaltfreien Kommunikation von M. Rosenberg)
  • Methoden zur Bewusstmachen von Bedürfnissen, Ressourcen und Bewältigungsstrategien

Ihre Dozentin

Die Fortbildung wurde am 20.7.2017 vom Gesundheitsamt Minden im Sinne der Fortbildungspflicht in NRW gemäß § 2 Abs. 1 Heb BO NRW mit 8 U-Std. bewilligt.

Externe Fortbildungen

Dieses Thema ist auch bestens geeignet für die Schulung eines ganzen Teams, z.B. einer geburtshilflichen Abteilung, einer Praxis oder eines Geburtshauses.
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