Aller Anfang:
Die Latenzphase

Die „Latenzphase“ ist im englischsprachigen Raum als erste Hälfte der Eröffnungsphase längst etabliert. In Deutschland wird sie erst allmählich als eigenständige Phase wahrgenommen und diskutiert.
Da sie sich durch einige Besonderheiten auszeichnet, erfordert sie eine andere Herangehensweise als an die fortgeschrittene Eröffnungsphase. Insbesondere die begründete Annahme, dass es in der Latenzphase physiologischerweise zu Pausen und langsamen Verläufen kommen kann und dass Dystokien in diesem Zeitraum daher schlicht nicht existieren, macht die Auseinandersetzung mit ihr wichtig und konsequenzenreich.
Wie wird sie definiert? Was passiert im Körper der Frau in der Latenzphase und was brauchen Frauen in diesem Geburtsabschnitt? Welche Faktoren sind förderlich oder hemmend? Und wie können Hebammen und ärztliche GeburtshelferInnen Frauen in der Latenzphase adäquat betreuen?
Diese Fragen werden auf aktuellen Evidenzen und Leitlinien basierend behandelt.

Inhalte

  • Geschichte der Geburtsphasen und Berechnungen zu deren Dauer
  • Aktuelle Definitionen und Interpretationen
  • Beobachtungen und  Beurteilungskriterien von Hebammen
  • Wehenkoordination und Geburtsbeginn
  • Symptome der Latenzphase und Wahrnehmung der Frauen
  • Physiologische Vorbereitung des Geburtsweges
  • Aktuelle Werte für Dauer und Geburtsfortschritt
  • Abgrenzung der Physiologie von der Pathologie
  • Betreuung in der Latenzphase
  • Bedeutung für die späteren Geburtsphasen und für das Geburtserleben der Frau
  • Risiko der Über- oder Unterversorgung und tatsächlicher Betreuungsbedarf
  • Diagnostik der kindlichen Herztöne
  • Positive Bilder für die Gebärende und Signale für die Betreuenden
  • Bewältigungsstrategien, Ablenkungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten

Ihre Dozentin

Die Anerkennung im Sinne der Fortbildungspflicht gemäß § 2 Abs. 1 HebBO NRW erfolgte am 18.10.2018 vom Gesundheitsamt Hamm mit 8 U-Std. inkl. 2 Notfallstd.

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  3. Aller Anfang...: Die Latenzphase

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Externe Fortbildungen

Dieses Thema ist auch bestens geeignet für die Schulung eines ganzen Teams, z.B. einer geburtshilflichen Abteilung, einer Praxis oder eines Geburtshauses.
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